Stöpel

Stoepel/ Stöpel Netzwerk
Oktober 18th, 2006

Basiswissen für Namensträger

Was Sie schon immer über Stöpel wissen wollten! Dieser Artikel gibt einen kleinen Überblick über grundlegende Informationen rund um die Forschung der Familie Stöpel. Er dient als Anregung und Basis für kommende, ausführlichere Darstellungen.

Familienursprung

Der Wiege der Stöpels liegt in Thüringen in der Gegend um Kölleda, Beichlingen (nördlich von Weimar). Auch heute noch findet man hier die dichteste Stöpel-Konzentration überhaupt. In Altenbeichlingen kann man eine Kirche bewundern, deren leider kaum noch zu lesende Inschrift den Familiennamen enthält.

Erste Namensnachweise

Hierbei ist problematisch, dass es lange Zeit keine einheitliche Rechtschreibung gab und somit auch die Namen je nach Aufffassung des Schreibers festgehalten wurden. Es besteht somit immer eine gewisse Unsicherheit, ob es sich wirklich um eine Variante des heutigen Namen Stöpel handelt.

  • 1408 Presbyter Conrad Stoppel, eingetragen an der Universität Erfurt
  • 1412 Johannes Stopel de Hamburgo
  • 1425 Henricus Stoppel de Hunfeldia
  • 1456 Hericus Stoppel und Frau in Halle/ Saale stiften zwei Altäre für die Kirche “Zu unseren lieben Frauen” mit den zugehörigen Benefizien.
  • 1480 Ratsherr Hans Stöpel aus Arnstadt findet Erwähnung in “Thuringia Sakra”

Familientreffen

Familientreffen waren besonders zu Beginn des 20ten Jahrhundets beliebt und wurden auch von den Stöpels gerne praktiziert. Diese Tradition verlor sich mit der Teilung Deutschlands und wurde erst Jahre nach der Wiedervereinigung wiederbelebt. An Pfingsten 2004 kam es zum bislang größten “neuzeitlichen” Familientreffen in Altenbeichlingen.

Namensbedeutung

Stöpel ist ganz gewiss ein ungewöhnlicher Name mit verhältnismäßig wenig Namensträgern. Für die Deutung gibt es einige Ansätze

  • Stoppel als Synonym für Nachwuchs (der Berliner Raum kennt den Stoppelhopser)
  • Grimms Wöterbuch führt Stöpel als Abwandlung des Stößels (zum Mörser),
  • Ableitung vom heiligen Christopherus/ Christopelus (eher unwahrscheinlich)

Eine laufende wissenschaftliche Untersuchung an der Universität Leipzig soll darüber abschließend Aufschluss geben.

Spuren im Ausland

Auch Stöpels wanderten aus. Das bevorzugte Ziel war die USA und hier vorrangig die Region um die die großen Seen, die von vielen Deutschen besiedelt wurde. In Detroit findet man beispielsweise eine Stoepel Street. Einige zog es aber auch in die wärmere Gegend von Texas. Bei Ken Stoepel erhält man als Namensträger den neuen Familien- Geländewagen vielleicht etwas günstiger.

Das Familienwappen

Ritter Henricus von Stopffel wurde, laut Urkunde von  1451, durch Fürst Abt Reinhard von Fulda / Saalek (bei Hammelburg) ein Burglehen zugesprochen. Dies berechtigte zum Führen eines Wappens. Ursprünglich ein gekrönter, teils ungekrönter Löwe im silbernen Felde als Zeichen der Stärke.

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