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September 9th, 2006

Rückblick auf das Familientreffen in Heldrungen (1935)

Theißen – Heldrungen, d.24.Juli 1935

Liebe Basen u. Vettern!

Beigefaltet überreichen wir Ihnen die Liste der Teilnehmer an unserem diesjährigen Familientag in Heldrungen. Wegen allerlei beruflicher und nebenamtlicher Mehrtätigkleit konnte sie erst jetzt fertig gestellt werden, was wir zu entschuldigen bitten. Hinter den einzelnen Namen ist, soweit es möglich war, durch Buchstaben angedeutet, zu welcher Linie der betreffende Teilnehmer gehört. Es bedeuten: A = Altenbeichlinger, E = Ellerslebener, H = Heldrunger, K = Köllerdaer, L = Landauer, P = Potsdamer, W = Wiehesche Linie. Die Angaben erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit und Genauigkeit.

Sinn und Zweck unserer Familientagungen hat unser Senior, Vetter Dr. Karl Theodor Stöpel-Heidelberg in seiner Begrüssungsansprache mit folgenden Worten umrissen: “Viele von uns sind sich immer noch nicht darüber klar, was ich durch den vor zwei Jahren errichteten Familienverband bezwecken wollte. In erster Linie ist es unsere Pflicht, das Gefühl der zusammengehörigkeit zu pflegen ohne Rücksicht auf Stand und Beruf. Durch unsere Forschungen wollen wir den sippenmässigen Zusammenschluss so vieler deutscher Menschen bewirken, die weltanschaulich, lanschaftlich, konfessionell, politisch und sozial manchmal ganz berschieden sind. Hierin liegt der neben der wissenschaftlichen Seite der praktische Hauptwert unserer Forschungen. Ich kann Ihen, verehrte Stammesgenossen, heute die freudige Mitteilung machen, dass die Mitglieder des Verbandesseit dem letzten Jahre sich wesentlich bermehrt haben. Diese Entwicklung ist noch nicht abgeschlossen. …. Aus meinen Ausführungen über mein 40jährige Forschungsarbeit treten uns Probleme geschichtlicher, sozialer, rassepolitischer, völkischer und nationaler Art in großer Füller entgen, so dass man die Forderung unseres Reichsministers Dr. Frick verstehen muss: ‘Volksgenossen únd Volksgenossinnen müssen künftig mehr Interesse gewinnen für ihre Vorfahren, sie müssen erkennen aus den inhaltsreichen Stammtafeln, die Bedeutung ihres Geschlechts.’ Trotz schwerer Notzeit wollen wir uns einsetzen für ein gesundes deutschstämmiges Volk in wahrhaft völkischem Sinn. Wie wollen mitarbeiten am Wiederaufbau des Staates im Intersse wahrer Volksverbundenheit. Es ist nötig, dass sich unsere Familien noch enger zusammenschliessen in wahrem Gottesglauben, in echter Kameradschaft ohne Rücksicht auf Stand und Beruf.”

Um die selbständige Weiterarbeit in diesem Sinne zu fördern, sind die beiden einliegenden Vorträge ebenfalls vervielfältigt worden. Es wird herzlichst gebeten, sich mit ganzem Herzen hinein zu vertiefen und weitere Anregungen und Ergebnisse an die Verfasser einzusenden, gleichzeitig aber noch Aussenstehende zum Beitritt in unseren Familienverband zu gewinnen. Unser nächster Familientrag soll in Potsdam abgehalten werden.

Mit treudeutschen verwandtschaftlichen Grüßen [...] !

Richard und Walter Stoepel,
Heldrungen u. Theißen b/Zeitz

Am diesjährigen Familientag Pfingsten 1935 in Heldrungen nahmen über 100 Personen teil. Von Ihnen trugen sich in die Teilnehmerlist ein:

aus Heidelberg:
Dr. Karl Thedor Stöpel, Gutsbesitzer, Leopoldstr. 23 a L
aus Stade (Bez. Hannover):
Richard Stöpel, Regierungsrat, mit Frau und Tochter, Wiesenstr. 3 A
aus Belin:
Eva Stoepel-Steinbrink, Hilfsschullehrerin, mit Pflegemutter Elisabeth Steinbrink, Konrektorin, Bln.-Schmargendorf, Frierichshallerstr. 30 P
Karl Stoepel, Kaufmann, mit Frau, Bln. Antonstrasse 8 H
Carl Stoepel, Patentanwalt, mit Frau, Bln.-Wilmersdorf, Tribergerstr. 8 L
Johann Stöpel, Schlossermeister, Bln., Kiefhozstrasse 50 W
Georg Stöpel, Fleischermeister, mit Frau und Sohn Georg, Oranienburg. Berlinerstr. 68 H
Stoppel, Otto, SS-Hauptsturmführer und Kompanierführer b.d. Leibstandarte Adolf Hitler, Bln.-Lichterfelde, Finkensteinallee 65
Oto Wenger, Kaufmann, mit Frau, Birkenwerde, Ahorn-Allee 47 H
Wilhelm Röpke, Verwaltungsoberinspektor, Bln.-Weissensee, Busch-Allee 68
aus Halle a.d. Saale:
Hermann Stöpel, Postinspektor a.D., Zwingerstrasse 18 H
A. S?????, Kaufmann, Landsbergerstrasse 27/28
aus Merseburg:
Ida Gangloff mit Sohn Helmut, Gerichtsassessor, Gutenbergstr. 11
Ruth Jakob, Halleschestrasse 19
aus Erfurt:
Hermann Stöpel, Endkontrolleuer, Herwarthstrasse 21 I H
Walter Stöpel, Kaufmann mit Frau und tochter, Herwarthstrasse 31 H
Karl Stöpel, Fleischer, Herwarthstrasse 2 H
Friedrich Stoepel, Kaufmann, Nelkenstrasse 4 H
Franz Stoepel, Kaufmann, Fransekystrasse 3 H
Emil Focke, Kaufmann, mit Frau Marie geb. Stöpel, Ronnstr. 40 H
Elisabeth Büttner, Mechendorferstr. 2