Stöpel

Stoepel/ Stöpel Netzwerk
März 1st, 2007

Familientreffen 2004

Das Familientreffen zu Pfingsten 2004 war eigentlich das erste wirkliche “Gesamttreffen” der Stöpel-Namensträger nach zweiten Weltkrieg.

Die zuvor stattgefundenen Treffen der Stöpel-Linien Heldrungen 2000 und Altenbeichlingen I+II 2002 hatten eher lokalen und familiären Charakter. Beide Treffen fanden voneinander unabhängig statt, sind aber nie losgelöst von den bereits vorausgegangenen Vorkriegstreffen zu betrachten. Als Vorläufertreffen zeigten bereits diese Veranstaltungen eine gedankliche Entwicklung, die schließlich zum ST-Treffen von 2004 hinführte.

276 Telefoneintragungen mit dem Namen Stöpel/ Stoepel in Deutschland bei 80 Mio. Einwohnern und die darauf folgende Werbe-Tour durch die Stöpel-Köpfe zeigte sehr schnell, dass die Zeit reif war, ein solches Treffen zu organisieren. Der entscheidende Durchbruch war das Zusammentreffen mit Joachim, dem Enkel von Dr. Carl Theodor Stöpel als Initiator der ganzen Entwicklung. Die Geschichte dazu ist schon allein ein Thema für eine TV-Talkshow…

Treffen2004Mensa

Mit Ihm zusammen wurde die Durchführung eines solchen Vorhabens auf der Grundlage der “Vorkriegstreffen” mit dem Hintergrund des umfangreichen Materials zur Stöpel-Familiengeschichte als realistisch angesehen und gemeinsam beschlossen. Nach eingehender Analyse der Situation wurde Ort und Termin mit Altenbeichlingen bzw. Schloß Beichlingen in zentraler Lage für Pfingsten 2004 festgemacht. Das war Anfang 2003!

Die Vorbereitungen dazu waren wie sich jetzt zeigte allerdings sehr aufwendig. Es folgten zahlreiche Telefongespräche, Besuche, Vorstellungsgespräche, pastorale Überzeugungsarbeit mit Vertrauensbildung durch Offenbarungen usw. Absprachen am Veranstaltungsort waren zum Teil recht mühsam aber andererseits auch unkompliziert, dank Herrn Freitag als Allrounder vom Schloss Beichlingen. Dank dem Vorbereitungsteam im Thüringer Home-Land wurde manche Hürde vor Ort gemeistert.

Treffen2004Vortrag

Trotzdem stand die Frage ob alles gelingen würde. Das Risiko wollten wir aber eingehen. Außerdem fühlen wir (Joachim +ich) uns den “Alten” verpflichtet und vertrauen auf die zukünftigen Generationen. Fragen und Bedenken beherrschten manchmal die Vorbereitung – mit welchen Erwartungen kommen die freiwilligen Teilnehmer nach Thüringen, dem Land aus dem sie alle “abstammen” sollen (das natürlich betraf nur die “Auswärtigen”) – oder von was ist die Stimmung geprägt…”Neugier, mal sehn wer da kommt…, wie sehen Die aus…, ich habe eigentlich eine Tarnkappe auf…, die sind aber gottlos…, ich wollte das schon immer…” usw.

Aber sicher war eines auf jeden Fall: das Essen schmeckt, das Bier auch (an der deutschen Bierstraße B85)!

Das Treffen Pfingsten 2004 selbst:

  1. Tag / Sonnabend: Vorprogamm in Altenbeichlingen (180 Einwohner) mit Riesen-Kirche
    • extra Kirchenkonzert als Einstimmungsmöglichkeit
    • Angewöhnung an Landschaft und Leute / Thüringer Bratwurst / Bier
    • Schlafen in fremden Betten
  2. Tag / Sonntag: Hauptprogramm Schloß Beichlingen
    • wer wollte, Eingangsgottesdienst zu Pfingsten (Schlosskirche)
    • Vortrag von Joachim, ST-Geschichte anhand seiner Familie, Stöpel-Linie Kölleda-Landau (Pfalz)
    • Ausstellung von ausgewählten Dokumenten
    • Versuch einer Selbstfindung, Gespräche, Spaziergänge
    • Essen und Trinken, Unterhaltung durch Tombola, Ritterkampf und Zauberkunst
    • endlich Schlafen, wer konnte
  3. Tag / Montag: Zusammenfassung im schon etwas kleineren Kreis zum Abschluss
    • einmütige und auch kritische Zustimmung
    • Ergebnis: Weitermachen!
    • Nächstes Treffen in 2-3-4-5 Jahren?

Resümee: Ende gut, Alles gut ?

Auf alle Fälle hat das ST-Familientreffen gezeigt, dass es auch ein Familientreffen war. Außer der Pflege der historischen Dokumente zur Familiengeschichte und deren weiteren Erforschung, muss der Gedanke der Zusammengehörigkeit bei der nächsten Generation gefördert werden. Ohne die Weiterentwicklung dieses Gedankens werden wir als individuelle Einzelwesen bzw. Familien in der globalisierten Welt uns langsam verlieren.

Was haben sich unsere Vorgänger gedacht, als sie die ST-Familientreffen ausgerechnet auf das Pfingstfest gelegt haben? War es symbolisch oder mehr praktisch oder vielleicht beides?

Pfingsten als ein wichtiger Feiertag im Kirchenjahr symbolisiert den (Heiligen) Geist, der die Menschen als Gleichgesinnte vereint zusammenf?hrt. Es ist ein Familientag. (P.S wer sich hier nicht so gut auskennt: siehe bei google)

In diesem Sinne!

Karl-Heinz Stöpel (Altenbeichlingen Stöpel-Linie II)
Weil der Stadt, Pfingsten 2004

Treffen2002Teilnehmer
Februar 1st, 2007

Familientreffen 2002

Zu einem Familientag trafen sich sich am Pfingstsonntag die Nachfahren vom Familienstamm des Carl Christian Stöpel aus Altenbeichlingen zu einem Wiedersehensfest an ihrem alten Stammsitz. Zwei Familien entwickelten sich aus diesem Stammvater: Die Familie des Karl Albanus Stöpel und die Schwesterfamilie der Ida Gangloff, geborene Stöpel, die spater in Merseburg ansässig wurde. Thilo Stöpel als Sohn von Karl Albanus war mit 82 Jahren aus Battgendorf der Älteste Teilnehmer, in dessen Familie drei Tage zuvor der jüngste männliche Nachkomme geboren wurde.

Der Familientag begann mit einem Pfingstgottesdienst in der weithin bekannten Bonifatiuskirche von Altenbeichlingen, an dem über 100 Familienmitglieder und Gäste teilnahmen. Herr Jänicke, Pfarrer aus Schillingstedt, sowie Herr Mey, Kantor und Organist aus Buttstädt an der Röver-Orgel, zelebrierten diesen festlichen Gottesdienst im Gedenken an die Generationen der Familie, die vorher in Altenbeichlingen gelebt und die Lebensgrundlagen für die Nachkommen geschaffen haben. Im Anschluß daran entstand ein historisches Foto, das für die nächsten Generationen diesen Tag bildlich festhalten sollte. Mit dem Pflanzen von drei Linden auf dem Friedhof vor der Kirche für die Ahnen, für die jetzige Generation und für den Ort Altenbeichlingen, der in diesem Jahr seine Ersterwähnung vor 1200 Jahren begehen kann, endete der erste Teil dieses Familienfestes.

Fortgesetzt wurde dieses Treffen am Nachmittag auf Schloß Beichlingen. Hier erfolgte anhand des von Karl-Heinz Stöpel angefertigten Stammbaumes, der sämtliche Nachfahren des Carl Christian Stöpel, sowie die dazugehörigen Nebenlinien beinhaltet, eine Bestandsaufnahme der jetzt lebenden Nachkommen von dessen Sohn Karl Albanus und dessen Schwester Ida. Beide Familie haben sich inzwischen über ganz Deutschland verbreitet. Der Ursprung dieser Familien ist somit das kleine Dorf Altenbeichlingen, in dem heute noch eine weitere Linie der Familie Stöpel wohnt. Eine verwandtschaftliche Beziehung zwischen beiden Familien beruht auf weit zurückliegenden Verbindungen, die noch nicht restlos geklärt werden konnten.

Vorausgegangene umfangreiche Forschungen zur Familiengeschichte bereits Ende des 19.Jh. bis in die 30iger Jahre durch Dr. Carl Theodor Stöpel aus der ST-Linie Landau (Pfalz)-Heidelberg führen den Ursprung der Familie auf Kölleda und Umgebung zurück. Der Familienname tritt hier bereits nachweislich seit dem 16.Jh. ohne Unterbrechung bis zum heutigen Tag auf. Als früheste Erwähnung des Namens ist das Jahr 1408 bekannt. Der Namen taucht hier erstmals in den Matrikeln der Universität Erfurt auf. In Kölleda ist eine Margarete Stöpel als Äbtissin des Zisterzienserklosters um die Jahre 1492-1507 genannt. Weiterhin kommt der Name als Bürgermeister Johann Stöpel (1606-1665) von Kölleda vor. Als sicher gilt nach Dr. C. Th. Stöpel, dass ein Claus Stöpel aus Kölleda, gestorben 1589 als einer der Stammväter der Familie angesehen werden kann.

Der Familienname Stöpel / Stoepel, verteilt sich auf mehrere Linien mit Ursprung um Källeda:

  • Kölleda, später Landau (Pfalz)
  • Altenbeichlingen I + II
  • Heldrungen
  • Gorsleben
  • Oldisleben
  • Ellersleben
  • Potsdam / Berlin
  • Ostpreußen+Schlesien

Neueste Nachforschungen u.a. im Nationalarchiv der USA in Washington haben Auswanderungsspuren von Familienangehörigen aus dem frühen 19. Jh. und Anfang des 20.Jh. endeckt. Ausgewandert sind hier Familienmitglieder z.B. aus Heldrungen und auch aus Ostpreußen.

So taucht der Name Stoepel (engl.) u.a. in Michigan, Ohio, Texas, Florida, New York und in New Jersey auf. In der Autohauptstadt der USA in Detroit sind zwei Parkanlagen und eine Straße nach der Familie Stoepel benannt, deren Vorfahren nachweislich aus der ST-Linie Heldrungen bzw. Altenbeichlingen abstammen. Die Familie Stöpel hat u.a. auch den ersten deutschen Sieger einer Etappe der Tour de France und in der Gesamtwertung mit einem zweiten Platz 1932 durch Kurt Stöpel aus Berlin hervorgebracht.

Auf der Grundlage der bisherigen umfangreichen Familienforschungen durch Dr. C. Th. Stöpel sind weitere Nachforschungen zur Familiengeschichte eine interessante Aufgabe für die Zukunft. Das nächste Familientreffen, diesmal mit internationaler Beteiligung, ist bereits für Pfingsten 2004 vorgesehen.

Familientreffen dieser Art sind bereits vor dem Zweiten Weltkrieg mehrfach durchgeführt worden. Diese Tradition sollte mit dem Treffen von 2002 erneut aufgegriffen werden. Das rege Interesse dazu hat diese Absicht bestärkt.

Annegret Stöpel, Weil der Stadt, Pfingsten 2002


Treffen2002Nachkommen_s

Treffen2002Kirche_s